Über mich
Ich werde oft gefragt: „Was haben Sie denn studiert, Sozialpädagogik oder
Sonderpädagogik?“ Wenn ich dann erzähle, dass ich ursprünglich Germanistik
und Geschichte studiert habe und Journalistin werden wollte, folgt auf
die erste Verwunderung sehr oft die Frage „Und wie kommt es, dass Sie
jetzt in diesem Bereich arbeiten?“
Das verdanke ich vielen Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen, denen ich während meines Studiums und meiner ehrenamtlichen Arbeit bei der Lebenshilfe Tübingen begegnet bin. Durch ihre Lebenssituationen bekam ich Einblick in die Behindertenhilfe und Behindertenpolitik der 1980er Jahre.
Vieles von dem, was ich damals gesehen und erlebt habe, hat bei mir immer wieder die Frage aufgeworfen, warum die Lebensbedingungen von Menschen mit und ohne Behinderung so ungleich sind und warum die Rechte behinderter Menschen so wenig geachtet werden.
Aus ehrenamtlichen Kontakten wurden Freundschaften und ich habe gemerkt, dass es mich herausfordert und mir Freude macht, Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen zu unterstützen. Meine Stärke war damals, dass ich als unabhängige Unterstützerin von außen kam und damit einen unvoreingenommenen Blick auf Menschen und Situationen richten konnte.
Nach einem ergänzenden Sozialarbeitstudium und drei Jahren praktischer Arbeit in den Bereichen Unterstützte Beschäftigung sowie Bildungsarbeit und Interessenvertretung von Menschen mit Lernschwierigkeiten und hohem Unterstützungsbedarf in den USA ist aus dem Ehrenamt mein Beruf geworden.
Der „Blick von außen“ auf mich
Ein Teil meiner Arbeit ist es, mit meinem Blick von außen (m)eine andere Sichtweise auf Personen und Situationen einbringen zu können.
Auch ich habe diesen „Blick von außen“ genutzt: Statt mich, meine Stärken und Fähigkeiten sowie meine Arbeitsweise an dieser Stelle selbst zu beschreiben, habe ich unterschiedlichste Auftraggeber – Menschen mit und ohne Behinderungen, Fachleute, Eltern – um ihre Sichtweisen auf mich gebeten.
Lesen Sie hier, wie andere mich beschreiben:
Prozesse
- Frau Göbel kann gut organisieren und strukturieren.
- Sie kann gut moderieren und Inhalte gut zusammenfassen.
Arbeitsstil
- Frau Göbel hat viele Ideen und ist kreativ.
- Sie ist bereit, unkonventionelle Wege zu gehen.
- Sie denkt ressourcenorientiert und mit Blick auf die Möglichkeiten.
- Sie tut Dinge ruhig, denkt ruhig und nimmt sich Zeit.
- Frau Göbel ist offen kritisch und verbindlich.
- Es gelingt ihr, andere anzustecken und zu begeistern.
Seminare und Inhalte vermitteln
- Sie ist Expertin für anschauliches Lernen.
- Es ist ihr wichtig, auch schwierige Dinge so zu erklären, dass sie verstanden werden. Dazu nutzt sie Leichte Sprache und arbeitet mit Bildern und Symbolen.
- Sie schafft eine lebendige und angenehme (Arbeits-)Atmosphäre.
- Sie bezieht immer alle Anwesenden mit ein.
Mit Menschen
- Anderen Menschen begegnet Frau Göbel auf Augenhöhe und mit viel Wertschätzung.
- Menschen mit Behinderungen sind für sie Expertinnen und Experten in eigener Sache.
- Sie unterstützt Selbstbestimmung.
- Sie hört genau hin, stellt sich individuell auf Menschen ein und nimmt Bedürfnisse und Wünsche anderer Menschen ernst.
- Frau Göbel hat viele Ideen, um Zugänge, auch zu Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf, zu bekommen.
- Sie traut Menschen etwas zu.
- Anderen Menschen macht sie Mut etwas auszuprobieren - sie stärkt und unterstützt sie dabei, den eigenen Weg zu finden.
Vernetzung
- Frau Göbel ist eine gute Netzwerkerin, die andere miteinander in Kontakt bringt.
- Sie denkt politisch und handelt vor Ort.
